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Die römische Verfassung

Die römische Verfassung

Die Volksversammlung

Die Volksversammlung bestand aus allen wahlberechtigten Personen. Wahlberechtigt waren alle Männer ab sechzehn Jahren. Frauen, Sklaven, Sklavinnen und alle Ausländer hatten keine politischen Rechte. Sie durfte nur über Gesetze abstimmen, die der Senat vorgeschlagen hatte. Außerdem entschied die Volksversammlung über Krieg und Frieden und über Todesurteile gegen römische Bürger. Des weiteren wählte sie die Magistrate, d.h. die Amtsträger. Die Bürger waren in unterschiedlichen Klassen stimmberechtigt, je nach ihrem Vermögen hatte ihre Stimme mehr oder weniger Gewicht. Diese Wahlklassen wurden durch die Zensoren eingeteilt.

War die Volksversammlung daher das mächtigste Organ der römischen Verfassung?Ja und nein. Die Volksversammlung konnte über die Gesetze abstimmen und sie beschließen, allerdings konnten die Mitglieder nur über ja oder nein bei Gesetzesvorschlägen abstimmen. Diese Gesetzesvorschläge wurden vom Senat vorgeschlagen. Die Volksversammlung konnte auch keine Gesetze verändern. Auch Diskussionen über die Vorschläge gab es nicht. Das heißt, dass keine differenzierte Entscheidung möglich war. Andererseits hatte dieses System auch den Vorteil, dass viele Entscheidungen an einem Tag möglich waren. Außerdem wählte die Volksversammlung die Magistrate, hatte also auch direkten Einfluss auf die zukünftigen Senatoren.

Die Versammlung der Plebejer

Die Versammlung der Plebejer bestand aus allen männlichen erwachsenen Plebejern. Sie konnte Gesetze verabschieden und wählte die Volkstribunen. Diese waren sehr einflussreich, denn sie hatten das Veto-Recht. Das bedeutet, dass sie jede Entscheidung des Senates blockieren können. Die Versammlung der Plebejer vertrat die Rechte der ärmeren Bevölkerung, die sonst nicht so viele Wahlrechte hatten.

Die Magistrate

Die Magistrate waren die Beamten der römischen Republik. Die mächtigsten waren die Konsuln. Ihre Aufgabe war die Heeresführung und die Leitung des Staates. Allerdings hatten sie bestimmten Prinzipien zu befolgen:

  • Prinzip der Annuität (annus=Jahr): Jeder durfte sein Amt nur ein Jahr lang ausüben. Danach musste er mindestens ein halbes Jahr pausieren, durfte sozusagen nur jedes zweite Jahr ein politisches Amt ausüben.
  • Prinzip der Kollegialität: Es gab immer mindestens zwei Leute, die gemeinsam ein Amt ausüben mussten. Daher mussten sie sich bei jeder Entscheidung absprechen und einig sein.

Diese beiden Prinzipien dienten dazu, dass keiner der Beamten zu viel Macht an sich reißen konnte. Die römische Republik hatte immer große Angst vor Menschen, die zu viel Macht besaßen (vgl. römische Vorgeschichte, römische Monarchie)

Der Senat

Der Senat bestand aus ehemaligen Magistraten. Seine Beschlüsse waren für die Beamten bindend. Außerdem hatte der Senat eine große ideelle Autorität, da seine Mitglieder alle schon sehr erfahren waren. Er schlägt alle Gesetze vor, die der Volksversammlung vorgeschlagen werden. Der Senat war eines der mächtigsten Organe der römischen Republik.

Die Ämter

 Amt Anzahl der Personen, die gleichzeitig im Amt waren Dauer der Amtszeit  Aufgaben
 Konsul  2  1 Jahr oberste Gewalt, Führung des Militärs
 Prätor  6-8  1 Jahr Justiz
 Ädil  4  1 Jahr öffentliche Spiele, Versorgung mit Wasser und Getreide
 Quästor  20  1 Jahr Finanzen
 Volkstribun  10  1 Jahr Vetorecht bei allen Entscheidungen des Senates, Vorsitzende der Versammlung der Plebejer
 Zensor  2  18 Monate Vermögensschätzung, dadurch Einteilung der Bürger in Wahlklassen
 Diktator  1  6 Monate Entscheidungsgewalt über alles, wird allerdings nur im absoluten Notfall vom Senat einberufen
 Senator ca. 300 auf Lebenszeit bereitet Gesetze zur Abstimmung durch die Volksversammlung vor, Beamte müssen sich an seine Beschlüsse halten

 

Geschrieben am 14. März 2015 für die , Autor: Vakya

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