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Amerikanischer Realismus

Amerikanischer Realismus

1920-1950

Der amerikanische Realismus bezeichnet eine in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts in den USA entstandene Stilrichtung der Malerei des Realismus. Merkmale sind die möglichst wirklichkeitsnahe Wiedergabe und die oft sozialkritische Darstellung des „typisch amerikanischen“ Lebensstils und Empfindens. Der Amerikanische Realismus gilt als erster eigener Kunststil der USA. Der Abstrakte Expressionismus entwickelte sich in den 40er Jahren aus ihn heraus. Der Amerikanische Realismus ähnelt vom Stil her der „Neuen Sachlichkeit“ auf. Die Epoche begann mit einer Ausstellung in der „Amory Show“ die Amerikanischen Künstlern die europäische Dominanz verdeutlichte und sie zum Regionalismus inspirierte. Als Vorlage dienten oft Fotos von urbanen Objekten wie Fabriken oder Hotels und diese wurden oft möglichst realistisch abgebildet.

Einige Künstler malten gesellschaftskritische Bilder von armen Menschen, Kriminellen, Unfälle und anderen eher unangenehmen Dingen da. Stilistisch erinnerten sie an damalige Pressefotografien. Während der Weltwirtschaftskrise wurde der „American Way of Life“ von Künstlern wie Edward Hopper kritisch betrachtet. Seine Bilder geben die Leere und Einsamkeit dieser von Unsicherheit geprägten Zeit wieder. Edward Hopper widersetzt sich dabei durch sein Spiel mit Licht und Schatten seinen fotorealistisch geprägten Zeitgenossen.

Darauf folgte der Amerikanische Regionalismus der oft provinzielle Bildthemen wie Farmen, Agrarlandschaften und Bauern bei der Feldarbeit abbildete. Diese hauptsächlich von Grant Wood geprägte Epoche gab das amerikanische Landleben wieder und antwortete so auf den Strukturwandel von der Agrar- zur Industriegesellschaft.

Die Epoche endete mit den Ausbruch des zweiten Weltkrieges und verlor danach an Bedeutung. Sie wurde durch den Abstrakten Expressionismus abgelöst.

Geschrieben am 5. März 2015 für die Autor: Renan D.

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